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Neutralisation einer Rieslingprobe

Auswertung der Messdatei Riesling.pch (im Ordner Messdaten) mit pro++chem

  1. LMT-Klick auf Schaltfläche Datei laden
  2. Datei Riesling.pch im Ordner Messdaten auswählen
  3. in der Dateivorschau-Tabelle den 1. X-Wert und anschließend den 1. Y-Wert anklicken (LMT)
  4. die Messkurve erscheint auf der pro++chem-Oberfläche (s. folgende Abb.)

 Neutralisationskurve Riesling

Mit der Tastenkombination Strg-I (oder Menü Messkurve, Informationen zur Messreihe) erhält man die Information zur Messung:      

Neutralisation von 20 ml Riesling (in 100 ml Lsg.) mit Natronlauge (0,1M)

 

In einer Messwertaufnahme mit pro++chem wurden also 20 ml Rieslingwein in 80 ml Wasser mit Natronlauge (c = 0,1 mol/l) neutralisiert. Während der Messung wurde der pH-Wert der Lösung in Abhängigkeit vom Volumen (in ml) an zugetropfter Natronlauge aufgezeichnet. Die Messung wurde nach der Zugabe von insgesamt 50 Lauge beendet.

 

Auch hier ist der Verlauf der Messkurve durch 3 Abschnitte (A, B, C) gekennzeichnet:

  • A: Vorphase, allmählicher Anstieg des pH-Wertes bei fortschreitender Laugenzugabe
  • B: Hauptphase, starker Anstieg des pH-Wertes in der Nähe des Äquivalenzpunktes der Neutralisation
  • C: Nachphase, jenseits des Äquivalenzpunktes steigt der pH-Wert nur noch langsam.

Auf Grund dieser Gegebenheiten, bietet sich auch hier zur Ermittlung des Äquivalenzpunktes die Drei-Geraden-Methode an.

Nach Anwendung der Drei-Geraden-Methode (Schaltfläche Ausgleichsgeraden) mit der Festlegung der 3 Ausgleichsgeraden erhält man das folgende Bild:

ÄP-Ermittlung mittels 3-Geraden-Methode

Der Äquivalenzpunkt (= ÄP) der Messkurve ergibt sich aus der Mittelung der Koordinatenwerte der Geradenschnittpunkte. Der ÄP wird vom Programm durch den roten Kreis markiert. Berührt man den Kreis mit dem Mauszeiger, dann werden die Koordinaten des ÄP für einige Sekunden eingeblendet.
Auch hier wurde mit der Tastenkombination Strg-A die Listenanzeige der Messwerte aktiviert und an das Ende der Liste geskrollt, so dass die Koordinaten der Schnittpunkte und des Äquivalenzpunktes zu erkennen sind.

Aus den Koordinaten des Äquivalenzpunktes ist zu folgern, dass nach Zugabe von 23,2 ml Natronlauge die 20 ml der Rieslingprobe neutralisiert waren.

Bestimmt man den Äquivalenzpunkt über die Steigung der Messpunkte (Tastenkombination Strg-E oder Menü Messkurve, Äquivalenzpunkt: Steigung), so verändert sich die Oberfläche von pro++chem wie folgt:

ÄP-Bestimmumg über die Steigung

Bei Anwendung der Steigungsmethode wird der Äquivalenzpunkt durch ein rotes Quadrat markiert. Wie anhand der eingeblendeten Koordinaten des Äquivalenzpunktes zu erkennen ist, weichen deren Werte etwas ab, von den nach der Drei-Geraden-Methode erhaltenen Werten.

ÄP-Koordinaten Steigungsmethode 3-Geradenmethode
x-Wert
(→ V(Lauge))
22,5 23,2
y-Wert
(→ pH)
7,5 8,2

 

Bestimmung des Säuregehaltes der Rieslingprobe.